Freitag, 5. Oktober 2012
Ey, schau mal was mein iPhone kann
"Ist das das neue iPhone 5?", frage ich und mein Gegenüber nickt. "Ist voll cool. Schau mal, was das alles kann" und er lädt irgendeine App, die Flugzeuge am Himmel anzeigt.

Die App ist zwar nett, aber ich frage mich, warum er mir eine App zeigt, um sein iPhone zu präsentieren. Ist das iPhone nicht wegen seines Designs oder Gewichts etwas besonderes?

Ich schaue in den Android Store und stelle fest: Hey, die Flugzeug-App gibt's auch für Android. Na, wenn das nicht eine spitzenmäßige Produktvorführung war, weiß ich auch nicht.

Ich kann mich jedenfalls nicht beklagen, dass mein Android-Handy offensichtlich das gleiche kann (Flugzeuge am Himmel zeigen) und nur ein Viertel kostet.

Aber iPhone vs. Android, das ist ja schon fast so wie mit Religion.


Angehende Lehrer und Wohnungssuche - ein Schlag ins Gesicht
In Deutschland gibt es eine dreimonatige Kündigungsfrist für die meisten Wohnungen. Das ist an und für sich eine tolle Sache, weil man keine Langzeitverträge unterschreiben muss, sondern einigermaßen flexibel ist.

Unflexibel ist jedoch der Staat. Ich werde bald Lehrerin. Genau genommen Anfang Januar und das Gemeine ist, dass ich nicht einmal weiß, wo das sein wird.

Das Referendariat beginnt in Deutschland immer im Januar, was nicht weiter dramatisch ist. Dramatisch ist jedoch, dass die Schulen erst Anfang November an die angehenden Lehrer verteilt werden.

Bewerbe ich mich also in den Umkreis meines aktuellen Wohnorts, besteht zwar eine gewisse Chance, dass ich hier auch wirklich landen werde, aber eben auch eine Chance, dass ich woanders mein Glück versuchen werde.

Die entscheidende Frage ist: Kündige ich nun meine Wohnung 3 Monate im Voraus oder nicht?

Falls ich wieder im gleichen Ort bin, bin ich meine Wohnung los und muss eine neue suchen, was totaler Quatsch ist.

Falls ich in einem anderen Ort bin, habe ich immerhin meine Wohnung los. Dort ist - ein anderes Thema - die Problematik, dass die meisten Wohnungsbesitzer jedoch ebenfalls frühzeitig Nachmieter suchen. Wird eine Wohnung zum 1. Januar frei, suchen die Vermieter schon ab Ende September nach neuen Leuten.

Komme ich dann Anfang November angedackelt, bin ich meist zu spät dran.

Dritte Möglichkeit: Doppelt Miete zahlen für 2 Wohnungen. Das kostet mich jedoch 2x2 Monatsmieten und ist sehr ineffizient, weil ich Anfang November und nicht Ende Oktober Bescheid bekomme, wohin sie mich stecken werden.

Das perfide ist ja, dass alle Bewerbungen von angehenden Lehrern schon Ende Juni beim Staat vorliegen müssen. Ich frage mich, was die Leute dort die ganze Zeit machen und warum es fast ein halbes Jahr dauert, diesen doch abgeschlossenen Pool an Menschen den Schulen zuzuordnen.

Irgendwie absurd. Anstatt den angehenden Lehrern unter die Arme zu greifen, wird alles unnötig erschwert. Kommt einem Schlag ins Gesicht gleich.